Es gibt viel zu tun.
Das Schiff hat arg gelitten. Durch jede nur mögliche Ritze ist Wasser eingedrungen. Auf See hatten wir schon die meisten dicht gemacht. Es ist schon ein Unterschied, ob man mal mit dem Vorschiff untertaucht, oder ob das 14 Tage am Stück, jeder Tag 24 Stden lang, geht. Plötzlich ist jeder Bolzen, der durchs Deck geht, wichtig. Den ganzen Vormittag Telefonate, der Segelmacher holt das erste Segel, der GfK-Bootsbauer ist bestellt, der Tischler ebenfalls.
Die Fehlerursache des Radarwarners zeigt sich, als die Antenne abgebaut ist. Ein halber Liter Wasser fließt raus. Maria hat Ersatz mitgebracht. Schlechte Nachricht für den Herrn Service-Leiter. Die neue Antenne wird vor dem Einbau mit Silikon zugebeppt.
Das neue Bedienteil des Autopiloten hat natürlich andere Einbaumaße und andere Anschlüsse. Wenigstens haben sie die Partnummern in die Bedienungsanleitung geschrieben.
Was ähnliches gibt es bei Mid-Ocean-Service. Preise haben die ! Richtige Teile haben sie nicht, aber mit dem was da ist, können wir auch mit Bordmitteln weiter.
Maria bekommt einen Flug für Peter. Es ist jetzt klar, dass er am Montag morgen am Stuhl steht und im Akkord bohrt. Es gibt halt immer und überall viel zu tun. Hier in Horta ist die ganze Umgebung toll, das Miteinander sehr gelöst, locker, so dass wir uns spontan entschließen, das Schiff hier liegen zu lassen. Dies Revier wollen wir näher kennen lernen. Die Gelegenheit kommt nicht so schnell noch einmal. Bevor wir im Sommer Kurs auf Europa nehmen, werden wir hier noch einmal die Gegend erkunden. Jetzt verbringen wir noch ein paar Tage mit Schiffsreparaturen und abendlichem Kontrollgang durch Peters Cafe Sports Bar und fliegen dann nach Haus.
Unsere Berichtserstatter legen deshalb die Feder für einige Zeit aus der Hand und verabschieden sich in aller schärfster Form von ihrem äußerst verehrten Publikum. Habt also allerst schnöden Dank für eure allgegenwärtige Aufmerksamkeit.
Bis neulich
Euer Ernst.
