7.09.2003

Sonntag, 07.September 03

Almeria – Ende einer Dienstfahrt

08:00 aufstehen, Frühstück, es gibt viel zu tun.
Der Proviant muss ausgemistet werden, die vielen Ersatzteile, Kanister, Wasserbehälter, Leinen, Anker müssen von Bord, defekte Teile ausbauen, Solarpaneele demontieren, Bodenbretter und Polster raus und verstauen, aus dem Auto kann man nicht mehr raus sehen, bis oben vollgepackt. Vieles muss an Bord bleiben, weil einfach kein Platz mehr im Bus ist. Eine kleine Ecke der Liegefläche wird zum Sitz modelliert, weil wir ja zu Dritt sind und eine lange Heimfahrt haben.
Der englische Stegnachbar bekommt zwei große Kartons Lebensmittel, die erst noch übersetzt werden müssen. Er freut sich jedenfalls riesig. Weil der Bus beladen werden muss, sind nun keine Bodenbretter, keine Polster, kein Niedergang mehr im Schiff. Der Weg nach oben beginnt mit dem rechten Fuß auf der Weinkiste, dann linker Fuß auf die Pantry, mit vollem rechten Wadeneinsatz ins Cockpit, der Rest mit Oberarmmuskulaturvolleinsatz die restlichen 0,5m ins Freie.

Na, so um 22:30 ungefähr jedenfalls, sind wir fertig, aber mit Jack und Büchs, wie der gemeine Hamburger zu sagen pflegen tut. Maria macht die restlichen Dosen zum Abendbrot, wie immer super. Die Boatpeople bestehen jetzt noch auf einem Absacker. Mensch, hab ich denen denn nicht genug zu tun gegeben? Also gut , duschen, ein bisschen gut riechen, der Bart muss auch weg, small Talk mit Frankreichs Mitte, dann sind wir fertig. Der 1.Absacker wird 20m vorm Schiff genossen, der 2. ist ein Oloroso-Sherry an Bord.

Dies ist das Ende einer wundervollen Bootsfahrt – Dienstfahrt . Also muss es auch was Ordentliches geben.

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