Kultur ist heute wieder Pflichtprogramm. Bei 6 Personen wird ein großes oder 2 kleine Autos benötigt. Kids lieben Spielzeug, deshalb muss Carlo den Jeep und ich darf einen Open-Air-Twingo auswählen. Mit denen geht es nach Frühstück und Morgentoilette los.
Die Insel ist ein Traum, nicht so üppig bewachsen wie Madeira, aber auch nicht so extrem öde wie die anderen Inseln. In der Mitte gibt es einen Nationalpark, aber auch außerhalb, ansehnliche Natur pur. Alle naslang wird die Natur mit Fotoapparat und Videokamera malträtiert, obgleich die Insel nicht sehr groß ist, dauert die Tour lange.
Das hat natürlich auch mit dem kleinen, feinen Hotel in Alajero zu tun, mit einem kleinen, feinen Restaurant dabei und frischem Fisch, dicken Steaks, etc.
Es kommt der Wunsch nach eigenen vier Wänden hier in der Gegend auf, mit rundem Swimmingpool und ähnlichem. Die Insel hat wirklich was und vielleicht mal ….??
Maria will sich, das Schiff und die anderen nicht noch mal 16 Stunden lang hoch am Wind der Düse preisgeben. Spätestens hinter Teneriffa wäre Kreuzen gegen den Wind angesagt. Wahrscheinlich wären wir mit 16 Stunden auch nicht ausgekommen. Die Idee, von hier aus nach Madeira zurück zu fahren, nimmt Gestalt an. Die Düse interessiert mich nicht, aber der Vergleich von hier mit da in Pto. Mogan, mit netten, hilfsbereiten, zivilisierten Menschen hier und tätowierten, quadratischen Asozialen dort, schöner Natur, nette Marina hier, kahl gebrannten Steinen und Massentourismus vor dem Schiff dort, gleicht die zusätzlichen Beschwerden durch den wesentlich ungünstigeren Kurs bei der Heimfahrt für mich aus.
Die Vorteile halten also meine Probleme in Waage, die anderen haben mit dieser Alternative weitaus größere Probleme, also sollen sie untereinander entscheiden. Der Transport von hier nach Gran Canaria gestaltet sich schwierig. Die Luftbeförderungseinheit verfügt nur über 19 Sitze bei 2 Flügen am Tag. Der Spätere fällt aus, weil er den Anschluss nicht schafft, der Frühere ist voll. Ein Tag früher fliegen braucht eine Übernachtung. Die Handys glühen, der Freundeskreis und angeschlossene Reisebüros auch.
Ca. 5 Stunden später scheint dieser Kompromiss machbar. Carlo und Family müssen auf Gran Canaria für eine Nacht ins Hotel, Maria verliert 2 Urlaubstage und Euros für die Umbuchung, Wolfgang muss sein Gepäck 2 Mal einchecken und mich später so um die 250 Seemeilen länger auf See ertragen. La Gomera ist wirklich schön !!!
Der Besuch am Abend im Restaurant des Parador-Hotels auch. Edel geht der Mensch zu Grunde gilt nicht, nach so einem Tag, zumal wir jetzt dadurch nur noch 2 Urlaubtage haben.
