Alles nur eine Frage der Gewöhnung…
Noch voller Segellust am Anfang des Turns war spätestens nach der 1. Nachtwache der Zeitpunkt des Zweifelns erreicht.
Mit einem schlechten Gefühl in der Magengegend (woher mag das nur gekommen sein???), aber dennoch mit genügend Müdigkeit betankt versuchte man sich trotz der „leichten“ Turbolenzen im Bett zu halten, um in den verdienten Schlaf zu fallen.
Als dieses endlich gelang wurde man, so schien es, Minuten später bereits wieder zur nächsten Wache herangezogen. Das etwas sub-optimale Wetter sorgte dann auch noch dafür, dass, obwohl tagsüber abgehalten, auch diese zum größten Teil ohne Gesellschaft stattfand.
Es dauerte aber auch nicht all zu lang, bis sich eine gewisse Routine einstellte, welche sich auch beim Bauchgefühl bemerkbar machte und dafür sorgte die positiven Seiten des Turns in den Vordergrund zu rücken.
Sobald die Wellen nicht mehr so sehr auf den Magen schlugen, wusste man auch wieder, warum man sich vor dem Trip auf eine etwas rauere See gefreut hatte, wollte man doch schließlich einen Unterschied zur heimischen Luftmatratze spüren, um das richtige Abenteuergefühl aufkommen zu lassen.
Letzen Endes wusste man sich unter Ernsts schützender Hand stets in Sicherheit und hatte somit auch die Möglichkeit auf eine schöne Art und Weise ein wenig über die hohe Kunst des
Segelns zu erfahren.
Und auch den Nachtwachen ließ sich mit der Zeit ein etwas positives Abgewinnen, hatte man doch alle Zeit über Gott und die Welt nachzudenken.
Bleibt festzuhalten, dass eine gewisse Eingewöhnungsphase sicherlich von Nöten ist,
um sich auch die, verglichen mit dem Festlandleben, doch etwas anderen Umstände einzustellen. Ist dies jedoch erstmal erreicht, ist so ein Segelabenteuer eine schöne Alternative zum „normal“ Urlaub.
Bleibt mir nur noch demjenigen zu danken, der dies alles ermöglicht hat und es geschafft hat uns drei Jungs mit dem Segeln unter einen Hut zu bringen.
Es war ein sehr schönes Erlebnis und ich hoffe es hat dir auch Spaß gemacht.
Danke Ernst!!!
