27.07.2007

Madeira, 27.07.07

Es ist nicht ausgesprochen unangenehm, eine ganze Nacht durch zu schlafen. Der Seemann nennt so was Bauernnacht und wenn man dabei dann noch wie ein zivilisierter Mensch riecht, kommt rundum ein echtes Wohlgefühl auf.

Morgens dann zuerst zu Katja ins Marinabüro, um einen Mietwagen zu bekommen. Es ist Hochsaison auf Madeira, alle Mietwagen sind ausgebucht, es liegt im Hafen ein Frachter, der neue gebracht hat. Wir bekommen einen, next half hour it will be here. Katja ist die Seele der Marina und ist ganz aus dem Häuschen, als sie hört, dass Wolfgang das erste Mal auf See, so einen Törn ohne wirklichen Blessuren gemeistert hat.

Die anschließende Inselrundfahrt führt uns über Funchal zum 1850 m hohen Pico do Areeiro. Keine Wolke am Himmel verdirbt uns den herrlichen Ausblick über Madeira. Die Strecke von hier aus, die ganze Nordküste entlang, ist stark kurvenreich und Wolfgang bemäkelt die zu hohe Geschwindigkeit. Da kommt halt der Fahrlehrer wieder ein bisschen durch. Es geht nicht anders, was andere in 7 Tagen machen, müssen wir auf einen Tag zusammendrücken, da darf man nicht trödeln.

Die Insel ist wie immer beeindruckend, die Steilküsten, die Terpentinen, die schmalen, aus dem Fels roh herausgeschlagenen Tunnel, Moniz mit seinen Lava-Schwimmbädern, alles einfach toll.

Am frühen Abend sind wir dann wieder zurück. Es sind noch so viele Reste im Kühlschrank, dass wir beschließen, nicht ins Restaurant zu gehen, sondern selbst zu kochen. Nudeln mit Sauerkraut, dazu Bratwurst hört sich fremd an, aber es ist durchaus eine schmackhafte Alternative. Auch dieses Gericht ist, wie immer bei mir, ein Unikat, in keinem Kochbuch zu finden.

Sollen wir noch auf das Gastronomen-Fest in Machico ? Bei dem vollen Bauch tut keine Bewegung gut. Es ist immer noch Saft da, der sich so vortrefflich mit leicht flüchtigen Rumsorten verdünnen lässt.

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