Auf See, Ankunft in Santa Cruz de la Palma
Schon um 05.00 kommt La Palma, La Bonita, die Schöne in Sicht. Die Schöne sieht noch ein wenig unausgeschlafen, ungeschminkt aus, so wie nach einer langen Party-Nacht oder so. Na ja, morgens um 05.00. Ab 08.00 darf Peter auf seiner Wache ihre Konturen mal mit der Hand abfahren. So um die Brust herum, bei Punta Salinas etwa geht es dann mit Schwung in Richtung Santa Cruz.
Hinter der Mole ist es zwar ein bisschen ruhiger, aber genau so unübersichtlich. Ein kleines Becken finden wir, aber das ist nur für Fischer! Bevor wir aufgeben ruf ich noch mal den Stützpunktleiter vom Trans-Ocean an. Ganz weit durch, sagt er, am Ende findest du das Loch zum Clube Navico. Na denn, bevor es wieder in die brüllende See geht, versuchen wir noch einmal unser Glück.
Ja, da ganz am Ende da sieht es so aus, aber als wir dann da um die Ecke biegen, verstopft da so ein OB-Hygiene in Form eines Baupontons mit quer gespannten Fixierseilen das Einfahrtsloch. Kein großer Platz zum Navigieren bei dem vielen Wind, also so schnell wie möglich wieder raus hier. Da draußen versperrt uns ein Lotsenboot den Weg, big ship ariving, no place, sagt er. Wir verschwinden gleich wieder in dem Loch, sagen wir. Auf der Pier tut sich was und auch ein Schlauchboot sagt mit seinen Armen, dass wir rein fahren sollen. Also 2.Versuch und richtig, die vom OB-Arbeitsboot holen ihre Landleine ein und geben den Weg in die Marina frei. Der Hafenkapitän lockt uns mit Armbewegung, der Schlosser schraubt noch mal kurz einen Festmacherpoller am neuen Steg fest, wir tütern zum 3.Mal die Fender und Festmacherleinen um, aber dann ist der Dampfer ruck-zuck fest gebändselt. Das heißt nicht, dass man hier ruhig liegt, der Wellenbrecher vor der Marina ist nach unten frei, wie die Mädchen auf St.Pauli und lässt alles durch, was rein will, wie dieselbigen Damen auch.
Die perfekten Anlegemanöver schreien nach Manöverschlucken, der Geruch der Mannschaft ruft nach Duschen. Beides ist bald erledigt und so können wir Peter und Karin als Scouts für Notwendiges wie Restaurant, Mietwagen und Nachtbar losschicken.
Maria und ich müssen noch Kleinigkeiten am Schiff erledigen, Berichte schreiben und vor allen Dingen Schlaf nachholen.
