Archiv für 26.02.2009

Soufriere Bay, St. Lucia Mittwoch 25.02.2009

Es drückt, wir sind schon zu lange hier, ich muss aus dieser vollen Marina raus! Der Segelmacher hat unsere Sprayhood wie versprochen am Morgen fertig und sie ist mit Klausens Hilfe schnell montiert. Klaus muss noch mal in seinen Mast und braucht wieder jemanden mit dicken Armen an seinen viel zu kleinen Winchen. Auch das ist vor dem nächsten Schauer fertig. Beim Losfahren ist der Regen dann da und verfolgt uns fast den ganzen Weg runter in den südlichen Teil der Insel. Es geht wieder vorbei an Castries, Marigot Bay, die Entfernungen sind hier ja sehr übersichtlich, in die Soufriere Bay, den, wie ich meine, schönsten Teil der Insel. Wir können direkt vor der Ortschaft Soufriere einen Platz bekommen, oder aber ein Stückchen weiter nach Süden, direkt vor dem 736 m hohen Petit Piton in der Malgretout Bay. Die Alternative ist die perfekte Wahl. Wir liegen hier vor einem traumhaften Palmenstrand mit idyllischem Restaurant an einer Boje, können schnorcheln, schwimmen, faulenzen, sind ungestört, weil die nächste Boje ca. 400 m weit weg liegt, super.

So haben wir uns eigentlich die Karibik vorgestellt. Der Regen ab und zu passt nicht so richtig, ist aber warm und nach dem Baden willkommen.

Geschrieben von: admin am 26.02.2009

Rodney Bay Marina, St.Lucia Dienstag, 24.02.2009

Gestern noch einmal die große Rundfahrt mit dem Mietwagen. Wir fragen einen Deutschen, 2 Schiffe weiter, der allein unterwegs ist, ob er mitkommen möchte. Klar möchte er, ich hab nur noch meine Frühstücksbrötchen im Ofen. Ich weiß ja, dass Maria noch das passende Ausflugsoutfit sucht, na klar , sag ich, du hast noch jede Menge Zeit mit deinen Brötchen.

Das Wetter ist zunächst nicht wirklich gut. Rodney Bay liegt im Nordwesten der Insel, wir fahren also nach Süden, durch die Hauptstadt Castries durch, am Flugplatz vorbei, direkt neben dem Flugplatz ist der Zentralfriedhof – die Piloten werden höflichst gebeten, die Friedhofsruhe einzuhalten- und dann quer rüber zum östlichen Teil der Insel. Auch hier nirgendwo Zuckerrohr, dafür einige Bananenfelder, sonst Regenwald. Die Insel ist wirklich schön, auch die rauere Ostküste hat schöne Strände. Wie auf der ganzen Insel werden auch hier eingezäunte, noble Wohneinheiten hochgezogen, soll das für St. Lucia die Zukunft sein?

Die Lebensmittelpreise für Qualitätsprodukte in den Supermärkten sind wesentlich höher, als in Deutschland. Für Grundnahrungsmittel etwa gleich. Alles ist relativ teuer, Mietwagen ca. 3mal soviel wie in Spanien, Liegeplatzgebühr mit € 18.- pro Tag am Katzentisch ist ok..Der Schiffsausrüster verlangt für seine zollfreie Ware das Doppelte von dem, was es in Deutschland kostet, der Segelmacher auch, Gaststätten, Kneipen und Internetcafes haben auch doppelte Preise. St. Lucia ist was für Reiche.

Geschrieben von: admin am 26.02.2009

Rodney Bay Marina, St.Lucia Sonntag, 22.02.2009

Rentner sind undynamisch, ja fast träge, sie sind Ausdruck der Langsamkeit. Wir haben den Mietwagen, aber wir schaffen das Frühstück nicht vor 09.00. Der gemeine Rentner passt nicht so richtig in die Figur des Columbus, obgleich der das ja auch auf seiner 2.ten, 3.ten und 4.ten Fahrt ruhiger angehen ließ. Böse Zungen haben da von Mätressen auf La Gomera und all so was gehört. Die gibt es bei uns nicht, wir sind sozusagen von Haus aus träge. Wir legen den Gang erst um 10.00 ein, den Rest macht dann die Automatik. Die Fahrt geht in den Süden, zuerst nach Castries, der Hauptstadt von St. Lucia. 3 Kreuzfahrtschiffe und deren Inhalt verschandeln das Ursprüngliche, wenns denn überhaupt noch da ist. Es ist ja auch Feiertag, der 30.ste Jahrestag der Unabhängigkeit, was aber auch von den Eingeborenen nicht so recht wahrgenommen wird. Wir können uns nicht so recht ein Bild von der Stadt machen. Der Stadtkern wird, bis auf Kirchen und Bibliothek, von einfachen Holzhäusern dominiert, man bettelt oder versucht seinen Trödel am Arm dem Kreuzfahrttouristen unterzujubeln. Überhaupt, der ganze Norden ist übersiedelt und bis auf die paar stinkreichen, 700m2- Sozialwohnungen, nicht so besonders attraktiv. Das ändert sich, je weiter man in den Süden der Insel kommt. Einfache Holzhäuser und auch die größeren Villen passen hierher. Das Grün der Regenwälder ist überwältigend.

Geschrieben von: admin am 26.02.2009