Archiv für 31.12.2009

Ushuaia, Feuerland 30.12.2009

Am ersten Tag allein hier am Ende der Welt, weiß ich nicht so recht, was ich anfangen soll. Das Wetter ist gut, also geh ich mal zum Aeroclub und frag nach einer Flugzeugcharter. Ich will mal sehen, wo die Delphin-Crew bleibt. Kein Problem sagen die netten Leute, aber weil hier nur spanisch am Funk gebabbelt wird und Chile gleich gegenüber ist, kommt ein Sicherheitspilot mit. Mir kann es nur recht sein und für 2 Personen genügt die zweisitzige Piper Tomahawk. Auch nach 100km ist im Westen nix von den Jungs und Mädels da an Bord zu sehen. Wir drehen um und genießen die Berge, die Pinguininsel, die Buchten und Port Wiliams auf der chilenischen Seite. Die Jungs vom Fliegerclub hier haben die militärische Landebahn, quer zum Verkehrsflugplatz, quasi für sich allein und fliegen das ganze Jahr. Am liebsten natürlich Rundflüge, was ordentlich Geld in die Kasse bringt.

Ushuaia Aeroclub

 

Flug in den Anden

  

Geschrieben von: Ernst am 31.12.2009

Ushuaia, Feuerland 29.12.2009

 

Gestern war, nach 4 schönen Tagen, der erste Tag mit mäßigem Wetter. Der Vormittag geht mit dem Bummeln durch die Hauptstraße, Maria braucht ja neue Schminksachen, samt Tasche und Portemonnaie,  die im Taxi verloren gingen, ich bekomm eine neue Treckinghose, am Nachmittag fahren wir zu einer Estancia, der südlichsten dieser Welt, sagen sie, 8000 Schafe groß. Die Farmen hier werden nicht nach Hektar, sondern nach Anzahl der Schafe gemessen. 40km auf Asphalt, dann 45km Sandpiste, beide Wege sind, wie überall hier, durchgängig mit einem Zaun abgetrennt. Die größten Kosten einer Farm entstehen durch Bau und Unterhalt der Zäune, sagt man. Von dieser Estancia Haberton dort geht eine Fähre zu der Pinguin-Insel.

die Ausläufer der Anden in Südfeuerland

 

Transport zur Pinguininsel

jede Menge Pinguine

 

Die Fähre ist offen, das Wetter nasskalt, Maria bleibt deshalb lieber auf der Estancia. Je 20min Hin-und Rückfahrt, sowie eine Stunde Aufenthalt dort auf der Insel mit viel Regen und Wind geben ihr Recht, die sonst so warme Fleecejacke hält diesen Herausforderungen nicht Stand, auch die Pinguine können nicht so richtig wärmen, ich komm völlig nass und durchgefroren wieder zurück. Bullerofen, Kaffee und Kuchen bemühen sich redlich, um mich wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen.

Geschrieben von: Ernst am 31.12.2009