Gestern am 13.01. ist Hamburg, also Günter D und ich verdonnert, um 07.00 die Landleinen zu lösen, das Grundeisen aus dem Schlamm zu ziehen, Beiboot an Deck hieven und laschen und Kurs auf das nächste Ziel, den Garibaldi Fjord, zu nehmen. Der Rest der Mannschaft darf durchschlafen. Mit einem heißen Kaffee sind wir 30 Minuten später unterwegs. Zum Garibaldi sind es nur ca. 30 nm , so dass wir schon um 13.00 dort sind. Der Gletscher spuckt viel Treibeis aus, wir können trotzdem mit langsamer Fahrt nahe heran fahren.
Ein Versuch mit dem Dingi näher an den Gletscher oder näher an eine Seelöwenkolonie zu kommen, müssen wir wegen des dichten Eises aufgeben. Die Eisschollen sind teilweise so dick, dass Günter für ein Foto eine besteigt. Es ist ein schöner, sonniger Tag und wir können uns lange nicht von diesem Ort trennen, lassen das Segelboot einfach treiben, doch schon eine Stunde später ist das Boot völlig von den Eisschollen eingeschlossen.
Unter Fock, um die Schiffsschraube nicht zu beschädigen, verlassen wir bei leichtem Wind diesen tollen, unwirklichen Fleck und fahren aus dem Fjord 10 nm weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz, der Isla Chair am Darwin Kanal. Das Ausbringen von Anker, Beiboot und 2 Landleinen ist mittlerweise Routine, Günter D kocht Nudeln in Wurstrahmsoße, der Rotwein schmeckt auch dazu.
Heute Morgen fängt der Tag schon mit schlechtem Wetter an. Bei Regen fühlen sich 06°C an wie 00°C. Ich stell fest, dass ich eine ganze Bilddatei gelöscht habe, kann sie aber wieder reanimieren. Der Krabbenkorb am Anker, hier sind Krabben und Körbe 3x so groß, wie in der Bretagne, hilft auch nicht gegen schlechte Laune und Starkregen bei Windböen so um die 40 kt auf dem Weg zum Brazo Sudeste, machen den ersten Teil dieses Tages nicht zum Lieblingstag. Das ändert sich mit der Rauschefahrt bei 35 kt vor dem Wind im Brazo Sudeste westwärts, der Dampfer erreicht sogar mal für 10 sec. 08kt auf der Logge. Als dann noch der Himmel hinter uns aufklart und wir bei blauem Himmel den Gletscher im ellenlangen Fjord Fouque bestaunen, sind wir wieder versöhnt.
Wieso ist eigentlich das Eis teilweise tiefblau? Da muss man mal googeln. Um 18.45 sind wir wieder in einer kleinen, schönen und geschützten Bucht fest, an Anker und 80 Meter langer Landleine, reine Routine, wie gesagt.





