28.07.2010

27.07.2010 Cartagena

Nach fast 21 Stunden auf See sind wir gestern, 12.45 in Cartagena eingelaufen. Die ganze Überfahrt kam der Wind schwach von vorn, die Genua und das Groß haben teilweise mitgezogen, aber meistens lief der Jockel. So werden jedenfalls die neuen Wellenlager eingefahren und auch der Propeller muss zeigen, ob er es noch kann. Weil seit dem Lichtmaschinenwechsel die Alarmlampen für Kühlwasserüberhitzung und Ladefunktion kontinuierlich brennen, muss ab und zu die Kühlwassertemperatur per Hand und die Ladespannung per Voltmeter gefühlt, bzw. gemessen werden. Alarmlampen an bedeutet also ab jetzt Kühlwassertemperatur und Ladestrom ok.

29° Wassertemperatur zwingen gewissermaßen Hein Seemann nach der Ankunft in Cartagena, den Propeller zu kontrollieren. Aber auch da ist alles so, wie es sein soll.

Nach dem Anlegemanöver und dem Festmachen der Mooringleine ist mit dem Schienenverband des gebrochenen Fingers kein Staat mehr zu machen. Es muss ab jetzt ohne ihn gehen und der ausgiebige Gebrauch der Nagelbürste macht auch die Fingernägel wieder fit für einen Besuch in der Segelclubbar.

der gebrochene Finger

Der Computer des Clube Nautico Regata Cartagena, oder so ähnlich, kennt SY. Merry Mary noch vom letzten Besuch 2002. Computer vergessen nicht. Die Passfotos des Eigners stammen aus der Zeit,  sind attraktiver und müssen nicht unbedingt gegen neue getauscht werden.

Die Schothornbänder vom Groß sind teilweise ausgerissen und werden vom örtlichen Segelmacher nach genäht. Beim Abnehmen des Großsegels finden wir ein Vogelnest im Großbaum. Da war wohl ein portugiesisches Vogelehepaar schwer aktiv, sie haben solide gebaut, keine Fertighausqualität. Die Demontage ihres Wohnmobils mit Haken und Wasserschlauch war jedenfalls nicht einfach.

Cartagena ist nach wie vor eine schöne Stadt. Modernes wird mit Gefühl an Altes angebunden. Europa gibt viel Geld für die Hafenerweiterung. Es wird gebaut auf Deubel komm raus. Wegen der fehlenden Strände hält sich der Touristenrummel in Grenzen, Ballermann ist nicht und wird auch nicht vermisst. Die Strände voll von bratendendem Fleisch, übrigens auch nicht. Tappas und Bier reichen nach kulturellem Genuss. Auf jeden Fall, sagt Mary und nickt.

Blick vom alten Stadthafen

Stadtkuppeln

 

zwei müde Wanderer

Fußgängerzone

Kommentare

Ahoi Ihr beiden Weltumbummler,

schön, wieder was von Ernst und seinen Marys zu lesen. Gute Reise weiterhin in allen Elementen (außer Feuer) – bis bald,
Wolfgang & Crew

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