25.12.2009

Ushuaia 24.12.2009

9.Tag, 24.12.2009 :  Unser Flug nach Ushuaia, mit Zwischenstopp in Trelow soll ja erst um 16.30 los fliegen. Ausschlafen, spät frühstücken, e-mails, Bericht schreiben,  ins gesamt easy going wird abrupt von den Zimmermädchen unterbrochen. Sie wollen ihre Buden auf Vordermann bringen und wir stören! Jetzt wird die Kofferpackerei doch wieder hektisch, es dürfen ja bei Inlandsflügen nur pro Mann und Frau 15 Kg drin sein. Es wird also hin und her gepackt und mit dem Armgefühl gewogen. Was brauchen wir da unten in Feuerland und was kann hier bleiben? Ein großer Koffer kann im Hotel bleiben, bis Maria wieder ausreist. Wir haben eine Übernachtung für sie  im Voraus gebucht, und können den Koffer so lange hier stehen lassen.

Den Mietwagen am Flugplatz abgeben ist nicht einfach. Die, die da vor uns in der Schlange stehen, brauchen gut 40 Min, bis der Vertrag unterschriftsreif ist. Ob sie das Auto dann wirklich genommen haben, können wir nicht bestätigen, ich hab dem total genervten Avis-Typen die Papiere samt Autoschlüssel auf den Tisch des Hauses gelegt und Maria beim Koffergewichtsschummeln geholfen. Meiner  hatte dann doch 19 kg , statt der erlaubten 15 Kg . Wie die Kölner zu sagen pflegen, et hätt noch immer jott gejange.

8.Tag, 23.12.09 : Unsere Fähre nach Uruguay fährt um 08.00 vom neuen Hafen Buquebus los. Wegen des beschränkten Parkplatzangebotes dort gehen wir die 2 km zu Fuß dahin. Abmarsch um 06.30, weil das hübsche Mädchen vom Reisebüro gesagt hat, dass die Aus- und Einreiseformalitäten ca. eine Stunde in Anspruch nehmen würden. So ist es dann auch, eine gute halbe Stunde braucht es bis die argentinische Behörde uns ausreisen und die urugayische uns einreisen lässt. Nicht nur wir sind müde, fast alle Passagiere schlafen die Stunde, die der Katamaran für die 45 km nach Colonia in Paraguay braucht.

alle sind müde

In Colonia erwartet uns schon unsere Reiseführerin, die im Reisebüroset enthalten ist. Sie macht es uns und sich einfach, indem sie uns mit dem Reisebürobus in den Altstadtkern fährt und uns dort erst mal für 2 Stden in Freiheit entlässt.

 

Eigentlich wollten wir ja nach Montevideo, knapp 100 km weiter, aber mit Buenos Aires ist unser Großstadtbedarf erst mal gedeckt. Diese Kleinstadt ist übersichtlicher und außerdem ausgesprochen fotogen. Wir kennen ja nicht nur Buenos Aires in Argentinien, sondern auch etliche Kleinstädte. Diese Kleinstadt hier in Uruguay scheint uns wesentlich sauberer und aufgeräumter, nicht unbedingt reicher, aber irgendwie wohlhabener im Allgemeinen, sozial ausgeglichener vielleicht? Möglicherweise hat jeder mehr oder weniger Besitz und hält ihn in Ordnung?

7.Tag, 22.12.09 : Morgens sind wir auf der Suche nach einem wasserfesten Gehäuse für beide Fotoapparate und nach einem Reisebüro, in dem wir Tickets für die Überfahrt nach Uruguay bekommen. Bei dem Verkehr geht der Vormittag dafür drauf, 2 weitere Stunden brauch ich für die selben Wege noch einmal zu Fuß, um Pässe für die Tickets und die Kamera für das Einpassen in das Gehäuse  vorzulegen. Erst dann so um 15.00 können wir uns auf den 300 km-Weg nach Rosario zu machen.

Rosario ist die drittgrößte Stadt von Argentinien, liegt auch am Rio Parana, den wir ja schon Vorgestern in Iguazu, 1300km nördlich kennen gelernt haben. Eine junge aufstrebende Stadt, wie überall mit viel Grün in den Quadraten. Bis hier fahren die großen Frachtschiffe zuerst den Rio De La Plata, dann so um die 300km den Rio Parana hoch. Ein Seeschiff, ich schätze mal so um die 30 000 to , liegt auf dem Fluss auf Reede.

überall Skulpturen

 

 

Rosario am Rio Parana

 

Der Rio Parana im Westen und der Grenzfluss zu Uruguay der Rio Uruguay im Osten begrenzen ein sehr flaches

5.Tag, 20.12.09 : Der Flug nach Iguazu, ganz im Norden von Argentinien, da wo Brasilien und Paraguay anfängt, startet schon morgens früh um 08.00. Wir müssen früh aufstehen, denn der LKW-Verkehr ist auch morgens in Buenos Aires schon gewaltig.

 
 

Brasilien, Paraguay und Argentinien durch Rio Parana und Rio Iguazu getrennt

 

 

Die Grenzflüsse zu Brasilien und Paraguay, Iguazu und Parana fallen hier, in der Nähe von Port Iguazu, an den fast 3 km langen Wasserfällen ca. 80 Meter tief.  275 Wasserfälle schäumen, tosen, lärmen um die Wette. Ein grandioses, nasses Spektakel, was durch die exotische Tierwelt des Regenwaldes, die keinerlei Furcht vor den Menschen zeigt, abgerundet wird.  Die neuen Schuhe und Pflaster erlauben auch längere Märsche, so dass wir fast alle Fußwege rund um die Fälle ablatschen können. Du wirst oben, bei dem Diabolosalto, so heißen die Wasserfälle hier, zwar pitsch-patsch nass, aber bei 33° C ist es eine willkommene  Abkühlung und wenn du bei dem nächsten ankommst, bist du sowieso durchgeschwitzt. Der Schweiß ist also nur ein bisschen verwässert.

 
 
 

Wasserfall Diabolo vom Iguazu

 

 

 

3.Tag, 18.12.09 : Ausflug nach San Antonio de Areco, einem kleinen Ort in der Pampa, ein Ort wie im Mittelwesten der USA. Es ist heiß und wir trinken unser Bier in dem früheren Dorfladen.

Kneipe und Kramladen

 

 

Estancia Ombu in der Pampa

 

Von dort fahren wir zu einer Estancia, kommen zum Essen jedoch zu spät und fahren deshalb weiter nach Lujan, einem Wallfahrtsort im Westen von Buenos Aires mit einer schönen Wallfahrtskirche, die größte von Argentinien. Der Asado, die gegrillten Fleischstücke sahen auf der Estancia besser als hier am Marktplatz von Lujan aus, sind dort einfach näher am Rind, aber auch hier ist es ok. Was nicht ganz so gut ist, wird brüderlich mit einem Straßenhund geteilt.

Wallfahrtskirche von Lujan

 

 

Die Tage vergehen wie im Fluge, sie sind auch komplett ausgefüllt, großes Pensum.

 

2.Tag, 17.12.09 : Zuerst die Ausfahrt in den öffentlichen Naturschutzpark direkt vor Port Madero. Danach bringt uns der Mietwagen nach Tigre, einem der nordwestlichen Stadtteile von Buenos Aires, ca 30km vom Zentrum entfernt. Direkt gegenüber ist ein riesiges Sumpfgebiet am Rande des Rio De La Plate, des breitesten Flusses der Welt, sagt man. Es gibt hier einen Holzhafen, wo die Barkassen, kleine Kümos, mit dem eigenen Holzkran, wie sie bei uns auf den Holzlastern montiert sind, ent- und beladen werden.

 

Direkt neben dem Holzhafen ist ein kleines Restaurant mit schattigem  Biergarten und gutem Asado. Wir werden so allmählich zu reinen Fleischfressern. Das einheimische Bier wird auch von deutschen Auswanderern gebraut und schmeckt, zumal bei Temperaturen so um 30°C  herum.